Wenn Sie sich für einen Parkettboden entscheiden, sind einige Besonderheiten in der Pflege gefordert. Ganz wichtig ist der Schutz vor Schmutz, Schnee, Granulat und Nässe von draußen. Hier sollten wirklich wirksame Schmutzmatten in ausreichender Zahl ausgelegt werden, damit keine schädigenden Substanzen auf die Holzoberfläche einwirken (Salz ist z.B. sehr alkalisch und kann zu dunklen Verfärbungen führen). Ebenfalls sollte die Raumluft nicht unter 50% relative Luftfeuchte absinken um Fugenbildungen zu minimieren.

Auch sollten keine Topfpflanzen, Zimmerspringbrunnen, Aquarien oder Trinknäpfe direkt auf der Parkettoberfläche stehen, um Wasserkränze zu vermeiden. Für die regelmäßige Reinigung reicht ein Besen, Mopp oder Wischwiesel vollkommen aus, um die „Staubmäuse“ einzusammeln (Vorsicht mit alten Staubsaugerschuhen, die schon mal Kratzer verursachen können). Kleine Flecken kann man mit einem fusselfreien Wischtuch und etwas Seifenreiniger aufwischen. Danach trocknen lassen. Die regelmäßige Grundreinigung erfolgt mit in Wasser aufgelösten Seifenreiniger, in einer nicht zu hohen Konzentration. Oft reicht schon die Hälfte der empfohlenen Menge vollständig aus. Niemals tropfnass wischen. Wir sprechen von nebelfeuchtem Schrubbtuch oder Wischwiesel, d.h. sehr gut ausgewrungen.Das Reinigungs- und Pflegemittel, das Ihnen Ihr Parkettleger gerne übergeben wird, sollte noch vor der Möblierung aufgetragen werden. Es ist sehr ergiebig, daher nur einen dünnen Film mit fusselfreiem Lappen in Holzfaserrichtung auftragen und gut trocknen lassen. Vorher ist der Boden natürlich gut zu säubern! Die Bereiche, die einer besonderen Schmutzbeanspruchung unterliegen, reinigt man natürlich nur dann, wenn es nötig ist. In diesen Bereichen erkennt man so auch, wenn das Parkett wieder einmal nach Pflege ruft.

Für gewachste oder geölte Oberflächen gilt im Besonderen der vorsichtige Umgang mit Wasser. Hier muss genau nach Anweisung der Pflegeanleitung verfahren werden, da derartige Oberflächen einer intensiveren Pflege zur Werterhaltung bedürfen. Hier muss man sich auch die entsprechenden Pflegemittel benennen lassen, da es im Gegensatz zu versiegelten Oberflächen sehr große Unterschiede gibt. Für weitere Fragen zur Werterhaltung und zur Pflege oder für die Nachlieferung der Reinigungs- und Pflegeprodukte wird Ihnen Ihr lnnungsbetrieb bestimmt gerne zur Verfügung stehen. Zum Schutz der Parkettfläche vor den Möbelfüßen sollten schon bei der Einmöblierung Filzgleiter Verwendung finden. Sollten Möbelrollen auf der Lackoberfläche zum Einsatz kommen, dann sind transparente Bodenschutzmatten oder Teppiche unterzulegen und geeignete weiche Stuhlrollen zu verwenden (nach DIN EN 12529 Typ W).

Ja, und wenn Ihr Parkettboden einmal „in die Jahre“ gekommen ist, dann wird Ihnen Ihr Innungsfachbetrieb gerne behilflich sein und die Oberfläche sachkundig renovieren. Für Parkett und verschiedene andere Beläge wie Linoleum oder PVC gibt es auch sogenannte Glanzpflegemittel. Bevor man mit derartigen Produkten beginnt, sollten Sie sich unbedingt über die damit verbundenen Auswirkungen aufklären lassen. Die Unzahl von Bodenbelagspflegemitteln, die der Handel bietet, enthalten zwar wohl formulierte Hinweise, die aber nicht auf jeden Bodenbelag anwendbar sind. Für weitere Fragen zur Werterhaltung und zur Pflege fragen Sie also Ihren Fußbodenfachmann!